| DIE Klassenfahrt der Stufe 9 im Jahr 2011
Auch wir, die Klassen 9a, b, c fuhren dieses Jahr im Herbst nach Berlin. Die Klassenfahrt ging über 5 Tage - vom Montag, den 17. Oktober bis zum Freitag, dem 21. Oktober.
Am Montag, in der letzten Woche vor den Herbstferien war es endlich so weit. Nach monatelanger Planung hieß es für uns alle „Koffer in den Bus packen!“. Gemeinsam mit unseren Klassenlehrern, Herr Schlag, Herr Michels und Frau Slany, sowie den begleitenden Lehrern, Frau Cézard-Schweda, Frau Jöbkes und Herr Schlott trafen wir uns am Montagmorgen auf dem Parkplatz am Driesch. Nachdem alle ihren Platz im Doppeldecker gefunden hatten, ging die Reise auch schon los.
Auffahrt auf den Fernsehturm Nachdem wir endlich in Berlin angekommen waren, stand auch schon der erste Programmpunkt an: Die Auffahrt auf den Fernsehturm auf dem Alexanderplatz. In der sich auf 203m Höhe befindenden Panoramaetage war die Aussicht schon beeindruckend. Und da es langsam dämmerte, wurde die Stadt schon bald zu einem Lichtermeer. Als wir wieder unten auf dem Alexanderplatz standen, durften wir auch feststellen, dass der riesige Turm abwechselnd – so wie viele Bauwerke zum Zeitpunkt unserer Klassenfahrt - in ständig wechselnden Farben angestrahlt wurde.
Abendspaziergang zum Brandenburger Tor Man muss zugeben: Die meisten wollten nur noch ins Hotel und auf ihren Zimmern bleiben aber im Endeffekt hat mir der Spaziergang, bei dem wir uns einen ersten Eindruck von den Straßen Berlins machen konnten, gut gefallen. Die Atmosphäre auf dem Platz war schön und wir waren nicht die einzigen, die am Ende beschlossen, eine Runde mit diesen kuriosen Fahrrädern mit jeweils 6 Sitzen und Pedalen zu drehen…
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Dienstag: Besuch Holocaustmahnmal Am nächsten Morgen ging es zunächst zum Holocaust-Mahnmal, einer Gedenkstätte für die vielen Juden die damals grausam verfolgt und umgebracht wurden. Das Kunstwerk besteht eigentlich nur aus Betonklötzen (Stelen), die auf einer ziemlich großen und unebenen Fläche errichtet wurden. Jedoch sind das nicht einfach nur Klötze. Jedes dieser Betongebilde ist unterschiedlich hoch und das Fundament hat eine wellenartige Struktur, die es einem ermöglich zwischen diesen Betonmassen förmlich unterzutauchen. Mein Fazit: Wirklich sehenswert! |
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Besuch im Bundestag und Gespräch mit Herrn Seif Direkt im Anschluss hieß es: Auf zum Bundestag, der ja nicht weit entfernt war. Der Einlass war ziemlich streng überwacht, mit Taschenkontrollen und Körperscannern. Bei mir hat es jedes Mal wegen diesem dummen Gürtel gepiepst. Aber insgesamt verlief alles reibungslos. Mit etwas Verspätung traf dann auch Herr Seif ein, der Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises. Im Prinzip erzählte er uns was über sich und seine Arbeit und dann durften wir Fragen stellen. Der anschließende Besuch der Kuppel auf dem Reichstag fiel etwas kurz aus, weil wir noch weitere Programmpunkte zu bewältigen hatten. |
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Stadtrundfahrt 14:30 Uhr: Hier mussten wir zum Glück nicht zu Fuß laufen. Eine junge Frau stieg im Bus hinzu und zeigte uns in Berlin alles, was es zu sehen gab…- wirklich alles. Ca. 2 Stunden tourten wir quer durch Berlin und fuhren dabei drei Mal allein am Potsdamer Platz vorbei. Auch wenn es sehr anstrengend war wurden schon interessante Dinge erklärt, doch letztendlich war es für einige dann wohl doch zu viel des Guten. |
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Besuch des Mauermuseums am Checkpoint Charly 17:00 Uhr: Naja, der Regen und die teilweise etwas genervte Stimmung machte sich langsam breit. Interessant war das Museum trotzdem. Die einzelnen Schicksale von Flüchtlingen und vielen anderen Menschen wurden ansprechend dargestellt und es gab genügend Ausstellungsmaterial, welches ein Stück Vergangenheit in unsere Zeit brachte. Briefe und Fluchtpläne aller Art wurden ausgestellt. |
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Mittwoch: Berlin Prenzlauer Berg Nach dem Frühstück ging es für uns dann ab zum Prenzlauer Berg mit der Schönhauser Allee und weiteren Möglichkeiten zum Bummeln und Shoppen. In kleinen Gruppen konnten wir uns selbstständig durch die Straßen begeben und in den Geschäften stöbern. Auch unsere Gruppe nutzte zum Abschluss die Gelegenheit die wohl berühmteste Currywurst Berlins in „Konnopkes Imbiss“ zu probieren. Es hat sich auch wirklich gelohnt, denn so eine gute Currywurst wird man woanders wohl nicht so schnell finden… |
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Unser Beitrag zur Kunst-Installation am Bundestag:
"Der Bevölkerung"
Ca. 12:30 Uhr: Ein großes Projekt stand an: Die Übergabe der Erde von Vogelsang in die Installation „Der Bevölkerung“ von Hans Haacke im nördlichen Innenhof des Reichtags. Der Schriftzug ist in einer Art ziemlich großen Pflanzen-Topf installiert. Außen ein Randkasten, Innen der stählerne Schriftzug und eine Menge Erde bilden dieses einzigartige Werk. Hört sich ziemlich langweilig an, doch diese Erde ist von allen Ecken Deutschlands zusammengetragen und zum „Topf“ hinzugefügt worden. Auch wir leisteten unseren Teil dazu und brachten ein kleines Stück Eifel und zudem die Geschichte über Vogelsang mit. Auch andere Schulen aus unserem Wahlkreis waren vertreten. Somit war dies die größte Versammlung die jemals dort stattgefunden hatte.
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Madame Tussauds 15:00 Uhr: Gleich im Anschluss gingen wir zum berühmten Wachsfigurenkabinett bei Madame Tussauds. Sicherlich waren schon viele von euch dort, oder haben zumindest etwas davon gehört, immerhin ist so etwas nicht nur in unserer Hauptstadt, Berlin, zu finden. Ob Filmstars, Politiker, Sänger oder Sportler. Alles war vertreten. Berühmtheiten die aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken sind! Michael Jackson, John F. Kennedy, Marilyn Monroe, Robbie Williams oder Johnny Depp als Captain Jack; eine riesige Bandbreite an Stars. Und wer wollte konnte natürlich auch ein Foto mit seinem persönlichen Liebling machen. Anschließend war Zeit, in Souvenirläden nebenan oder in Cafes ein paar Minuten zu relaxen. Danach ging es wieder nach einem langen Tag zum Hotel. |
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„Abendstunde im Spätherbst“ Doch auch nach dem Abendessen war der Tag für uns noch nicht abgeschlossen. Mit dem Bus fuhren wir zum „Berliner Kriminal Theater“, wo sich die Klasse 9b „Abendstunde im Spätherbst“ anschaute. Wie es der Titel zuerst nicht vermuten lässt, entpuppte sich das Stück als eine Komödie. Ich muss zugeben, den Anfang fand ich weniger interessant, aber spätestens nach der Pause war man von der Art der Interpretation gefesselt. Ein älterer Herr, der mit Erfolg seine Krimis verkauft - nichts besonderes. Aber ein älterer Herr, der etliche Menschen ermordet und quasi nur diese Vorgänge in seinen Büchern schriftlich festhält, hat schon was! Mit viel Humor und verdammt guten Schauspielern war dies ein gelungener Tagesabschluss.
Donnerstag: Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen: Nach dem Frühstück erwartete uns eine einstündige Busfahrt nach Sachsenhausen. Einem Ort, an dem die blutige Vergangenheit besonders direkt zum Vorschein kommt. Hier befindet sich ein ehemaliges KZ, welches wir nun besichtigen sollten. Per Audioführung konnte jeder in aller Ruhe über das Gelände gehen und sich jeden Punkt einzeln anschauen. Die Audioführung bot den Vorteil, dass man sich aussuchen konnte, welches Thema man hören wollte. Es war schon ein bedrückendes Gefühl. Je nachdem, wo man sich aufhielt ging es einem schon ziemlich unter die Haut. An Orten wie den Erschießungsplätzen oder Leichen- und Sezierkellern brachte man oft kein Wort raus. Man muss sagen, es war wirklich sehenswert. Ich finde es hat sich gelohnt und war auch wirklich interessant. Geschichte hautnah erleben, so eine Chance bekommt man nicht oft. |
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Potsdam und Schloss Sanssouci: Im Anschluss fuhren wir direkt nach Potsdam. Hier konnten wir erst einmal etwas Freizeit genießen und durch die Innenstadt bummeln. Ich hätte nicht gedacht, dass Potsdam so schön ist und so viel zu bieten hat. In der Fußgängerzone gab es genügend Möglichkeiten zu shoppen. Danach gingen wir hoch zum riesigen Park mit den vielen Schlössern und Springbrunnen. Die preußischen Adligen verschafften sich eine abwechslungsreiche Freizeit und konnten einfach mal eine mehrere Kilometer lange Runde durch den prachtvollen Park spazieren. Auch uns gefiel der Park sehr. Leider hatten wir nicht mehr ganz so viel Zeit und konnten nicht mehr alles sehen. Nachdem sich wieder alle am Bus versammelt hatten, ging es für uns wieder nach Berlin und zum Hotel… |
Kino/Freizeit Am Abend konnten wir uns entscheiden: Die Zeit nutzen und etwas durch Berlin laufen oder einen der 3 für uns zur Auswahl stehenden Kinofilme gucken. Ich entschied mich für das Kino, da ich nicht sonderlich Lust hatte nach irgendetwas Interessantem in der Nähe des Hotels zu suchen. Dies war dann auch unser letzter richtiger Tag in Berlin und dieser war meiner Meinung nach auch noch der beste Tag von allen. Am nächsten Tag stand dann auch schon die Heimreise an.
Obwohl wir ziemlich müde hätten sein müssen, war nicht nur ich bestens gelaunt. Diese 5 Tage werden wir nicht so schnell vergessen!
Wir danken allen Lehren, die sich so viel Mühe für diese gelungene Klassenfahrt gegeben haben.(:
Jasmin Daus, 9b (Redaktion Eifelspecht)
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