Nutzungskonzept für Vogelsang
erstellt von den katholischen Schülerinnen und Schülern der Klasse 10a
Was liegt näher für Schülerinnen und Schüler aus Schleiden, die sich im Religionsunterricht mit dem Thema "Kirche im III. Reich" beschäftigen, als den Blick auch einmal in die unmittelbare Nachbarschaft zur ehemaligen Ordensburg Vogelsang zu lenken.

So unternahmen wir dann auch eine Exkursion nach Vogelsang, die uns in Form des Fackelträgers den steinernen Zeugnissen des nationalsozialistsichen Idealbildes vom rassisch vollkommenen deutschen Menschen begegnen ließ.

Angesichts der Größe der Anlage tauchten auch wir in Überlegungen zu deren zukünftigen Nutzung ein. Schnell war für uns klar, dass sich die zukünftige Nutzung deutlich von der durch die Nationalsozialisten unterscheiden muss. Bei unserem Besuch der Ordensburg erfuhren wir, dass im Zentrum der Ausbildung der Junker die nationalsozialistische Rassenlehre und die "körperliche Ertüchtigung" standen. Hier hätten unserer Meinung nach auch die Überlegungen zur zukünftigen Nutzung Vogelsangs ihren Ausgangspunkt zu nehmen, da das Gedankengut der nationalsozialistischen Rassenlehre diesen Ort und die sich dort einfindenden Menschen prägte. Zurück in der Schule erarbeiteten wir uns die nationalsozialistische Ideologie und ihre politische Umsetzung anhand unterschiedlicher Lehrbücher und mit Hilfe unseres Geschichtswissens. Dabei wurde uns deutlich, dass die Nationalsozialisten die christlich-abendländische Tradition und insbesondere die christliche Ethik als "Entartungserscheinungen" entschieden ablehnten. Eine genauere Untersuchung des christlichen Menschenbildes bestätigte unsere Ergebnisse.

Die gegensätzliche Ausrichtung des nationalsozialistischen und christlichen Menschenbildes sowie die sich folgerichtig diametral gegenüberstehende Umsetzung des nationalsozialistsichen und des christlichen Menschenbildes im Lebensvollzug wiesen uns den Weg zu einer zukünftigen Nutzung Vogelsangs in christlicher Verantwortung.
Unser Nutzungskonzept für die Ordensburg Vogelsang

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Um den "Fackelträger" herum sollen Skulpturen gruppiert werden, die der Vielfalt der realen menschlichen Existenz gerecht werden (Kranke, Verletzte, Alte, Behinderte, große und kleine, dicke und dünne Menschen, Brillenträger usw.).
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Die Kirche in Wollseifen soll als "Raum der Stille" genutzt werden. In deren Apsis soll das Kreuz den Mittelpunkt bilden, das rechts von einem leidenden, verfolgten, vertriebenen Menschen und links vom "deutschen Menschen" flankiert wird.
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Ein Kameradschaftshaus soll behindertengerecht umgebaut werden, damit es für Ferienfreizeiten von Behinderten genutzt werden kann. Auch die Sportstätten sowie das Schwimmbad sollen insbesondere für den Behindertensport genutzt werden.
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In einem Kameradschaftshaus soll eine Behindertenwerkstatt eingerichtet werden.
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Ein weiteres Kameradschaftshaus soll zur Tagesstätte für psychisch Kranke umgebaut werden.
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Ein Kamerdaschaftshaus soll zum Sterbehospiz ausgebaut werden.
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In einem Kameradschaftshaus soll als feste Einrichtung ein Erziehungscamp für jugendliche Gewalttäter eingerichtet werden.
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Das ehemalige Krankenhaus soll als Ferienheim für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien dienen.
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Im Adlerhof soll eine Dauerausstellung eingerichtet werden, die den Kontrast zwischen dem Idealbild des "deutschen Menschen" und von Verfolgten (vor allem der Juden) und Kriegsgeschädigten aus aller Welt herausstellt.
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Ergänzt werden soll die Dauerausstelltung durch Wechselausstellungen über christliche Hilfsprojekte. |