Religion


Insbesondere
im Religionsunterricht begegnen sich Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen
und Lehrer in ihrem ganzen Menschsein, d.h. nicht nur der Verstand ist
gefordert, auch die Gefühle jedes Einzelnen sind immer wieder
angesprochen. Die Schülerinnen und Schüler erfahren dadurch im
Religionsunterricht, dass jeder Mensch in seiner Einmaligkeit bedeutsam
ist, was einen verantwortungsbewussten Umgang miteinander
einschließt. Verantwortung für andere zu übernehmen, soll aber
nicht an der Tür des Religionsraumes enden. Deshalb haben
es sich die Religionslehrerinnen und Religionslehrer
beider Konfessionen zusammen mit den Schulseelsorgern Herrn Pfr.
Cuck und Herrn Pfr. Schumacher zur Aufgabe gemacht, die Schülerinnen
und Schüler durch den Kontakt zum und die Unterstützung des
"Caritas Baby Hospitals/ Bethlehem" daran heran zu führen,
Verantwortung für ihre Mitmenschen zu übernehmen.
Bethlehem
als der Ort, an dem nach der Heiligen Schrift Jesus
Christus vor 2000 Jahren zur Welt kam, um ihr Frieden und
Rettung zu bringen, ist fast zwei Jahrtausende
später der Ort, an dem am Heiligen Abend ein Vater sein totes Kind
im Morast neben einem Flüchtlingslager begräbt. Straßensperren und
die Mauer trennen Bethlehem von Israel und vom Rest der Welt. Die
Menschen kommen kaum aus Bethlehem heraus, sodass sie keine Arbeit
haben und Armut den Alltag prägt. Das Gefühl des Gefangenseins
führt zu seelischen Erkrankungen. Die Armut und die seelischen
Belastungen machen überdurchschnittlich viele Kinder krank. Die
staatlichen Krankenhäuser in Palästina sind unterversorgt. Eine
richtige Krankenversicherung gibt es nicht. Das "Caritas Baby
Hospital" nimmt alle kranken Kinder auf, ohne dass die Eltern
sich um die Bezahlung der Behandlungskosten sorgen
müssen.
|