Ein Konzertbesuch in
der Kölner Philharmonie
GK-Musik 11, 21.11.06
Bericht und Fotos von
Janina Windmüller
Ergänzend zu
unserem Unterrichtsthema „Form und Zusammenhang“ hatten wir mit unserem Lehrer,
Herrn Klein, beschlossen, mit dem ganzen Grundkurs der Philharmonie zu Köln
einen Besuch abzustatten. Um uns auf den Besuch vorzubereiten, haben wir die
Stücke im Unterricht gehört und besprochen. Aufgeführt wurden:
„Central Park in the
Dark“, von Charles Ives,
Klavierkonzert
Nr. 1 von Dimitri Schostakowitsch,
Sinfonie Nr.8 von
Antonin Dvorák.
Der Eintritt (inklusive Zugticket) betrug gerade mal 5 €;
das war wirklich sehr günstig, sodass auch jeder Schüler mitfahren konnte, ohne
Geldprobleme zu bekommen.
Wir sind mit dem
Zug nach Köln gefahren und dann bis zur Philharmonie zu Fuß gegangen (ca. 7
min). Anschließend haben wir erst mal unsere Plätze gesucht und dabei
festgestellt, dass die Philharmonie innen viel größer und besonders höher ist,
als wir uns das vorgestellt hatten. Sie liegt ja fast unterirdisch, unter den
„Rheinterassen“. Wir hatten Plätze im Block Z, das ist schräg hinter dem
Orchester, auf der sogenannten Chorempore. Insgesamt waren etwa 1200 Besucher
mit uns dort (es passen 2000 rein!), um sich die Vorstellung des Gürzenich-Orchesters
unter der Leitung von Paul Daniel anzuhören.
Begonnen hat das
Konzert um ca. 20 Uhr und hat etwa zwei Stunden mit Pause gedauert.

Überwältigend war die Atmosphäre im Konzertsaal: Obwohl so
viele Menschen in einem Raum saßen, war es während der Musik so still, dass man
jedes Husten auf der anderen Seite hören konnte. Zu sagen ist noch, dass das
Orchester, besonders bei der Sinfonie wirklich groß war und mindestens 60-70
Musiker auf der Bühne Platz genommen hatten.
Einige Schüler,
die mitgefahren sind, waren besonders über den Dirigenten erstaunt. Man hatte
das Gefühl, dass er die Stücke richtig „lebt“, denn er hat sich in die Musik
mit seiner Gestik und Mimik richtig reingesteigert; er war sozusagen mit Körper
und Geist dabei. Seine Bewegungen und Gesichtszüge drückten immer die momentane
Stimmung der Musik aus, er war, wie einige sagten, sehr „elanvoll“.
Dies alles konnten
wir gut beobachten, weil wir ja direkt hinter dem Orchester saßen, also stand
der Dirigent mit seinem Gesicht zu uns und wir hatten (fast) alles bestens im
Blick.
Bemerkenswert war
auch der Unterschied zwischen dem Klang der CD-Aufnahmen, die wir vorher im
Unterricht gehört hatten, und dann dem Live-Auftritt des Orchesters; ein so
leises Piano, wie am Anfang des ersten Stückes, ist mir vorher kaum vorstellbar
gewesen. Die Akustik war wirklich gut, obwohl wir hinter dem Orchester saßen.
Über den
Unterhaltungsgrad des Auftritts lässt sich sicherlich streiten. Unser Lehrer
war natürlich vollauf begeistert, jedoch in einigen Gesichtern hat man gesehen,
dass sie sich nur noch auf das Bierchen im „Früh“ freuten. Denn es war
ausgemacht, dass wir nach anstrengender Arbeit (zwei Stunden eher klassische
Musik) noch einen kurzen Zwischenstopp im „Früh“ machen würden, um uns noch
etwas zu erholen, bevor wir mit dem Zug wieder die Rückreise antraten.
Jedoch insgesamt
hat es wohl jedem gut gefallen und wir können auf einen gelungenen Abend zurückblicken.

Ich glaube, dass
ich für alle spreche, wenn ich sage: Gerne wieder!
Exkursion des GK Musik der Stufe 12
in die Kölner Philharmonie am 26.04.2005
oder
Who the … is Oliver?
Betrachtet
man den Musik GK der Jahrgangsstufe 12, so sieht man 24 junge Menschen,
die absolut nichts mit Mozart, geschweige denn mit Messiaen zu tun
haben. So kennen sie zwar Mozarts Kugeln; wenn sie aber 3 Stücke von
ihm nennen sollen, scheitern sie kläglich! Da unser hochmotivierter Kursleiter Herr Kotz aber nun mal ein
Herz für junge Kulturbanausen hat, wollte er uns Mozart doch näher
bringen. Wie das mit Lehrern so ist: Reicht man ihnen den kleinen
Finger, nehmen sie gleich die ganze Hand. Denn die Unterrichtsreihe
begann noch relativ harmlos mit Mozarts 27. (und letztem)
Klavierkonzert.
Dann folgte aber der Hammer: OLIVIER MESSIAEN und seine „Eclairs sur
l’Au-delà“ („Streiflichter über das Jenseits“)! Schlagartig nahm die
ohnehin schon schwindende Motivation, sich mit klassischer Musik zu
beschäftigen, rapide ab. Bei der ersten Kostprobe von Messiaens
„Können“ reichten die Krankheitsbilder unsererseits von Kopfschmerzen
über Kreislaufschwäche bis hin zu „Herzklabastern“. Herr Kotz
versprach, dass dies bei weiterer intensiver Beschäftigung mit dieser
„Musik“ nachlassen würde. Um die Motivation nochmals zu steigern, war
ein Besuch in der Kölner Philharmonie der Preis für all unsere Leiden.
Wir beteten auf den Tag, der eigentlich Erlösung versprechen sollte.
So machten wir uns am 26.04. auf, um der Unterrichtsreihe mit einem
Philharmoniebesuch ein Ende zu setzen. Die Vorfreude war groß, wurde
aber von der Aussicht, 1 ½ Stunden Messiaenischen Krach zu hören,
getrübt. Die möglichen „Ablenker“ reichten vom Walkman bis hin zur
Deutschlektüre, die aber überraschenderweise in der Tasche blieben.
Das Konzert des Gürzenich-Orchesters begann mit Mozarts 27.
Klavierkonzert. Angenehm zu hören und keinerlei Nebenwirkungen. Dann
nahte der Zeitpunkt der Wahrheit: Hatten sich all die endlos
scheinenden Unterrichtsstunden gelohnt? Wie sollten wir das überleben?
Der zweite Akt begann, und es war phänomenal. Als erstes wurden die
Blasinstrumente, die später die Vogelstimmen imitieren sollten, im Raum
verteilt um uns einmal die wirkliche Messiaen-Atmosphäre genießen zu
lassen. Das Orchester hatte sich von der Besetzung her mehr als
verdoppelt und die Vielfalt der Instrumente war überwältigend. Auch die
Vorbereitung im Unterricht zahlte sich nun aus, denn im Gegensatz zu
uns verließen einige (vornehmlich ältere) Zuschauer den Saal, die der
Musik nicht folgen konnten.
Nach dem Konzert herrschte Begeisterung; unseren Bedenken zum Trotz
war Messiaen ein voller Erfolg. Dies kam auch in der Nachbesprechung
zum Ausdruck. Besonderen Eindruck hatte wohl der 6. Satz („Die 7 Engel
mit den 7 Trompeten“) hinterlassen, dem auf dem Schlagzeugtorso im
hinteren Bereich des Musikraums eine Wiederaufführung zuteil wurde.
Unser Gesamturteil fiel folgendermaßen aus: Sieht man, wie Musik
gemacht wird und hat man entsprechendes Vorwissen, kann man sogar
schwierige Stücke „ertragen“. Oder lieben? Zumindest zu schätzen
wissen. „Wer es kennt nennt es Musik, doch für die meisten ist es
Krach“.
Der Besuch der Philharmonie hat sich für alle gelohnt und ist definitv EMPFEHLENSWERT!
(Sabine Förster & Yvonne Gebauer)
In froher Erwartung der himmlischen Klänge: Der Musik-GK 12 mit Herrn Kotz (r.) (zum Vergrößern ins Bild klicken)
(Fotos: Yvonne Gebauer)
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