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„Wandel von Industrie- und Wirtschaftsstrukturen
im Zuge von Modernisierung und Tertiärisierung“


Exkursion LK/GK-Erdkunde 13 zum Flughafen Hahn und ins Saarland
8. - 10. Februar 2007


Zur Aktivierung und Vertiefung der insbesondere im Kurshalbjahr 12.1 erarbeiteten Unterichtsinhalte aus dem Bereich der Wirtschaftsgeographie, die in der Vorbereitung auf das Zentralabitur in unter unterschiedlichen Schwerpunkten von Bedeutung sind, unternahmen der Leistungskurs und der Grundkurs Erdkunde der Jahrgangsstufe 13 von Donnerstag, dem 08.02.07, bis Samstag, dem 10.02.07, ihre Fachexkursion zum Flughafen Hahn und ins Saarland.

Erster Standort war das Konversionsprojekt auf dem Hahn im Hunsrück, allgemein bekannt durch den Flughafen Frankfurt-Hahn, der den Kern der Standortentwicklung darstellt.
Das Gelände des ehemaligen amerikanischen Militärflugplatzes beherbergt heute neben dem Flughafen weitere Einrichtungen des tertiären Sektors, so z. B. die Landespolizeischule Rheinland-Pfalz und Call-Center u. a. von Lufthansa-Cargo, aber auch Hotels und ein jobcenter der Agentur für Arbeit.

An eine Rundfahrt über das Gelände des Konversionsprojekts schloss sich eine Führung durch den Flughafen an, bei der uns eine der Managerinnen des Flughafens dessen Entwicklung sowie die Perspektiven und Planungen für die Zukunft vorstellte. Der sehr an die Bürozeiten in Frankfurt und London angepasste Flugplan des Hauptanbieters von Flugdienstleistungen, Ryanair, erlaubte es uns, mit unserem Bus zum Start anzusetzen. Mangels Flügeln kamen wir aber nicht weit!
In ihrem Vortrag betonte die Managerin diese "low cost"-  Flughafens die Bedeutung des Projektes für die Wirtschaftsstruktur der Region, denn nach dem Abzug der Amerikaner war einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren verschwunden.
 Deutlich zu erkennen war die Standortgunst für die vorhandene Wirtschaft, die entweder den engen Bezug zum Flughafen oder die große Flächenverfügbarkeit schätzt.



Nach geruhsamer Nacht in der Europa Jugendherberge Saarbrücken stand am nächsten Morgen der Besuch der Stahlwerke der Saarstahl AG  in Völklingen an.
Mit zügigem Schritt führte uns Herr Hoffmann durch das LD-Stahlwerk, das Elektrostahlwerk, die Walzstraßen, die Schmiede und die Dreherei.
Vom Aufwand, den die Stahlproduktion erfordert, aber auch von den Belastungen, denen die Stahlarbeiter ausgesetzt sind, konnten wir uns ein sehr eindrückliches Bild machen: Hitze, Lärm und Staub konnten wir am eigenen Leib erleben, führte der Weg doch direkt durch die Produktion. Nicht ohne Grund waren wir darauf hingewiesen worden, dass strapazierfähige Kleidung notwendig sei.




Ganz anders dann die Eindrücke an unserem Standort am Nachmittag: Designer-Outlet-Centre Zweibrücken. Hier geht es eher edel zu. Markenhersteller der höheren Preislagen bieten hier B-Ware, Muster oder auslaufende Kollektionen zu günstigen Preisen an. Beim Vortrag der Verkaufsmanagerin wurden wir über die Standortwahl und über das Konzept eines DOC informiert und konnten uns so einen Eindruck vom Strukturwandel im Einzelhandel machen, der neue Problemstellungen für die City der Großstädte mit sich bringt.



Natürlich gab's auch etwas Zeit zum Shoppen, wo doch alles sooo günstig war!





Und etwas Erholung muss ja sein, stand der Exkursionsgruppe doch noch die abendliche Nachbesprechung bevor, bei der dann das Gesehene unter Anwendung der unterschiedlichen geographischen Theorien reflektiert wurde.




Am Samstag haben wird dann zum Abschluss noch mal in Sachen Stahl gemacht. Ein Besuch des Weltkulturerbedenkmals Völklinger Hütte stand auf dem Programm. Dort konnten wir die technischen Leistungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts bestaunen, die bis heute in der Produktion von Roheisen ihre Bedeutung haben. Riesige Maschinen und aufwändige Technik waren und sind notwendig um dem Element Erde das Eisen zu entziehen. Ein besonderes Abenteuer bedeutete die Besteigung des Hochofens für die mit  Höhenangst gesegneten Exkursionsteilnehmer, konnte man doch durch die Gitterroste der Treppenstufen mehrere Zehner Meter in die Tiefe blicken.
Die Erläuterungen unseres Referenten, der selber einmal im Stahlwerk als Chemiker gearbeitet hat, gaben einen lebendigen Eindruck von den technischen Leistungen und vom Erfahrungsschatz der Facharbeiter, der notwendig war, damit die Qualität des Roheisens stimmte.

(Dem Förderverein Sleidania danken wir für die finanzielle Unterstützung bei der Programmgestaltung!)




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