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Die Erprobungsstufe

Die Jahrgangsstufen 5 und 6 werden an den Gymnasien in NRW als besondere pädagogische Einheit zusammengefasst. Damit die Schülerinnen und Schüler genügend Zeit haben, sich auf das neue Umfeld und die neuen Lernbedingungen einzustellen, gibt es am Ende des 5. Schuljahres keine Versetzung. Eine freiwillige Wiederholung des 5. Schuljahres ist allerdings möglich, wenn die Entwicklung des Kindes oder der Schulerfolg es geboten erscheinen lassen.
Erst am Ende der Klasse 6 wird entschieden, ob die Schülerin oder der Schüler weiterhin das Gymnasium besucht (dies ist der Regelfall), die Klasse wiederholt oder die Schulform wechseln sollte.

Der Unterricht an unserer Schule wird - soweit die Stundentafel das zulässt - in Doppelstunden organisiert (siehe Unterrichtszeiten und Tagesablauf am SGS). Die erste Unterrichtsstunde beginnt um 7:40 Uhr. Der Unterricht am Vormittag endet um 13:00 Uhr. Der Vormittag wird durch zwei Pausen von einmal 15 Min. und einmal 20 Min. gegliedert. Die längere, zweite Pause wird bei schönem Wetter als "Bewegte Pause" gestaltet.

Die Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien um ein Schuljahr, durch die das Abitur bereits nach 12 Schuljahren erreicht wird (G8), erfordert eine Erhöhung der Wochenstundenzahl in der Sekundarstufe I, die nur durch Nachmittagsunterricht erreicht werden kann. Die betrifft unsere Fünftklässler jedoch nicht. Die Eingangsklassen haben an den fünf Werktagen (samstags ist schulfrei) verlässlichen Vormittagsunterricht bis 13 Uhr.
Der reguläre Nachmittagsunterricht findet an unserer Schule erst ab Klasse 6 statt. Die Schülerinnen und Schüler haben in dieser Klassenstufe i. d. R. an einem Nachmittag in der Woche regulären Fachunterricht. Der Nachmittagsunterricht dauert bis 15:00 Uhr. (Der Schulbusverkehr in alle Herkunftsorte ist gesichert!)
Von 13:00 Uhr bis 13:30 Uhr ist Mittagspause. Dann ist unsere mit Elterninitiative geführte Cafeteria "Oase"  geöffnet.  Der Schulträger beabsichtigt die Einrichtung einer Mensa in der unmittelbaren Nähe unserer Schule.

Mit Beginn des zweiten Halbjahrs verlängert sich die Mittagspause um 25 Minuten (bis 13:55 Uhr). Die 8. Stunde endet dann um 15:30 Uhr. In Kürze wird die Mensa der Stadt Schleiden eröffnet, die Mittagessen anbieten wird.


Ab Klasse 7 erhöht sich die Zahl der Tage mit Nachmittagsunterricht zunächst auf zwei. Durch die Ausweitung des Nachmittagsunterrichts ist gewährleistet, dass die Schülerinnen und Schüler die für die Sekundarstufe I vorgesehene durchschnittliche Zahl an Unterrichtsstunden erhalten. Der Nachmittagsunterricht sichert darüber hinaus, dass am SGS die individuelle Förderung ihrem Stellenwert entsprechend gestaltet werden kann.

Damit unseren Schülerinnen und Schülern der Übergang zum Gymnasium erleichtert wird, haben wir ein Konzept entwickelt, das u.a. die folgenden Überlegungen und Zielsetzungen zu Grunde legt.

  • Vor den Sommerferien findet ein Schulfest statt, zu dem auch unsere neuen Schülerinnen und Schüler eingeladen werden. An diesem Tag lernen sie ihre neue Klassenkameradinnen und Kameraden sowie ihre neue Klassenlehrerin bzw. ihren Klassenlehrer kennen. Außerdem findet eine Schulrallye statt, in der sie die Möglichkeit haben, die Räumlichkeiten in unserer Schule kennen zu lernen. Schülerinnen und Schüler der alten Jahrgangsstufe 5 helfen ihnen dabei, sich zurechtzufinden.
  • Die Klasseneinteilung berücksichtigt Schüler- und Elternwünsche, falls es möglich ist. Die Zusammensetzung der Klassen erfolgt nach pädagogischen Gesichtspunkten:
    • Erhalt von Grundschulgruppen und persönlicher Freundschaften
    • Gleichmäßige Aufteilung der Jungen und Mädchen auf die Lerngruppen
    • Streuung der Leistungsniveaus über die Lerngruppen
  • Am 1. Schultag werden unsere neuen Schüler/innen in der Aula mit einem besonderen Programm begrüßt. Während der ersten beiden Schultage haben sie möglichst viele Stunden beim Klassenlehrer, damit sie in entspannter Atmosphäre und ohne Zeitdruck einander, das Gebäude, die Organisation und erste Schritte für ein selbst organisiertes Lernen erfahren können.

  • Die Schüler/innen der Erprobungsstufe haben im Stundenplan möglichst viele Stunden bei ihrer Klassenlehrerin bzw. ihrem Klassenlehrer, insbesondere auch eine Wochenstunde Soziales Lernen, in der die Bedeutung von Klassenregeln, die Kompetenzen für einen guten Umgang der Kinder miteinander und Schritte zur Persönlichkeitsbildung erarbeitet werden. Beim Sozialen Lernen greifen wir auf das Programm Lions-Quest zurück, für das alle Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der Erprobungsstufe ausgebildet sind. Die Klassenleitung pflegt mit den Eltern auch außerhalb der Schule einen intensiven Austausch, z. B. im Rahmen von Spielenachmittagen oder kurzfristig durchgeführten Unternehmungen (z. B. Schlittschuhlaufen, Schneewanderungen, Besuch aktueller Ausstellungen usw.).
Diese Veranstaltungen geben den Schüler/inne/n eine weitere Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen.
    Zu den Spielenachmittagen im Frühjahr werden auch die Schüler/innen der vierten Klassen der Grundschulen eingeladen. Die Termine werden auf der Homepage der Schule (Aktuelle News) bekannt gegeben.

  • In den ersten Monaten nach Beginn des Schuljahres starten die Schüler/innen zu einer gemeinsamen Kennenlernfahrt. Sie nehmen an Aktivprogrammen teil, die zur Entwicklung und Stärkung der Klassengemeinschaften dienen sollen.

  • Wir pflegen einen intensiven Austausch mit den Grundschulen. Er soll der kontinuierlichen Förderung der Entwicklung der Schüler/innen dienen. Die Grundschulkolleginnen und –kollegen werden zweimal im Schuljahr zu den Erprobungsstufenkonferenzen eingeladen. Die kollegiale Zusammenarbeit wird durch vielfältige Treffen, Besuche und Telefonate unterstützt.

  • Um den Schüler/innen den Umgang mit den neuen Anforderungen zu erleichtern, hat ein Lehrerteam unserer Schule eine für den gesamten Unterricht verbindliche Methodensammlung entwickelt, die die Schüler/innen mit dem selbstständigen Lernen vertraut machen soll. Planvolle Vorgehensweisen sollen langfristig ein Lernen in komplexen, fachübergreifenden Zusammenhängen ermöglichen.

  • Das Projekt „Lernen lernen“ umfasst die Arbeitsplatzorganisation, Hausaufgaben, Vorbereitung von Klassenarbeiten, Lerntechniken, Konzentrationsübungen, Entspannungstechniken usw. Die Eltern erhalten detaillierte Informationen zu diesem Programm, so dass sie ihre Kinder intensiv unterstützen können.

    Besonderen Neigungen und Fähigkeiten aber auch evtl. auftretenden Lernschwierigkeiten begegnen wir bereits in der Erprobungsstufe mit einer Binnendifferenzierung des Unterrichts, so dass eine effektive Förderung der einzelnen Schülerpersönlichkeiten ermöglicht wird. In den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik werden Förderkurse angeboten.

  • Zur Vorbereitung auf die zweite Fremdsprache, Latein oder Französisch, in der Jahrgangsstufe 6 erhalten die Eltern ausführliche Informationen u. a. auch an einem Elternabend. Die Schüler/innen können auf Wunsch in beiden Fächern an einer Kennenlernstunde teilnehmen.

  • Zahlreiche sonstige Veranstaltungen, Aktivitäten und zusätzliche Unterrichtsangebote ergänzen den Schulalltag.
Besonders für die Erprobungsstufe sind zu nennen:
    • mit den Schülerinnen und Schülern vorbereitete Gottesdienste,
    • Arbeitsgemeinschaften: Sport, Musik und Theater,
    • Hausaufgabenbetreuung; Oberstufenschüler/innen fördern und unterstützen dabei nach Bedarf die jüngeren Schüler/innen,
    • Teilnahme an Wettbewerben, z. B.  „Jugend forscht“; Mathematikwettbewerb „Känguru“.

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