|
|
| Themenabend mit KHK Arabin-Möhrer, am 16.12.2009 |
„Drogenprävention aus
polizeilicher Sicht“
Zu einem weiteren Themenabend
in der Aula des Städtischen Gymnasiums Schleiden konnte der Schulleiter
Rolf Heesel Frau Kriminalhauptkommissarin Sigrid Arabin-Möhrer
(Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung) begrüßen.
Im Laufe der Veranstaltung, die sich nur an Erziehungsberechtigte und
Lehrerinnen und Lehrer richtete, konnte Frau Arabin-Möhrer die
zahlreichen, höchst interessierten Gäste über die große Vielfalt an
Drogen informieren, zu denen aktuell viele Jugendliche und Erwachsene
Zugang haben. Ausgenommen waren die Alkoholika, die sicherlich,
besonders wegen der großen Akzeptanz (Werbung, Verfügbarkeit bei
gesellschaftlichen Anlässen…) in vielen Elternhäusern ein Thema für
sich sind und als Teil der allgemeinen Erziehung besondere Beachtung
verdienen müssen.
Zunächst wurde ein Überblick über die gesamte Bandbreite an den
zurzeit auf dem Markt gehandelten Drogen, katalogisiert in verschiedene
Gruppen, vorgestellt. Mancher Teilnehmer war über die große Anzahl und
Vielfältigkeit an den aktuell gehandelten Drogen überrascht. Schnell
wollte die Zuhörerschaft weitere Informationen besonders über die Art
der Verabreichung erhalten. Anschließend wurden verschiedene Präparate
im Publikum herumgereicht, um hier vor allem ein Gefühl für die Gerüche
der unterschiedlichen Drogen zu bekommen.
Daran anschließend erläuterte Frau Arabin-Möhrer ausführlich die
Wirkungsweise der spezifischen Drogenarten. In diesem Zusammenhang
wurden besonders die Gefahren im Zusammenhang mit den so genannten „K.O.
Tropfen“ diskutiert, denen sich vor allem Mädchen und junge Frauen in
Diskotheken u. a. ausgesetzt sehen.
Thema waren aber auch die – häufig verharmlosend dargestellten – Folgen
eines intensiven und regelmäßigen Cannabis-Konsums. Besonders
Jugendliche sind für die unterschiedlichen Hanf-Produkte oft empfänglich
und unterschätzen die drohenden Gefahren: Lethargie, Leistungsabfall,
Unwohlsein, Depressionen…. Nicht zu vergessen die Probleme im
Zusammenhang mit der unausweichlichen Fahruntüchtigkeit. Verschiedene
Utensilien wurden präsentiert, die vor allem etlichen Eltern bis dahin
unbekannt waren und daher auf lebhaftes Interesse stießen: So ist eine
Wasserpfeife im Jugendzimmer selten bloße Dekoration oder lediglich
Ausdruck von Coolness…
Mit vielen nachhaltigen Eindrücken bei den Zuhörern beendete Frau
Arabin-Möhrer ihre Informationen. Alle waren sich einig, dass natürlich
auch im schulischen Bereich präventive Maßnahmen erfolgen sollen. Hier
verwies der Schulleiter darauf, dass es Unterrichtsreihen im Fachbereich
Biologie zum Thema gebe. Auf die Drogenproblematik sollte aber
vielleicht zukünftig etwas ausführlicher auch im Unterricht eingegangen
werden. Hier ist besonders der Fachbereich Biologie in der
Verantwortung.
Erfolg versprechen alle Präventions-Maßnahmen aber nur, wenn – wie
in vielen Bereichen – Eltern/Erziehungsberechtigte und die Schule
gemeinsam ihren Erziehungsauftrag verfolgen.
Hier geht es
zu den Berichten weiterer Themenabende. |
|
|